Unsere Kirchengebäude auf dem Weg zur Klimaneutralität

03.01.2024

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität

Bei den Ende letzten Jahres im großen Saal und auf dem Dachboden des Gemeindehauses Aßlar durchgeführten Bauarbeiten konnte zeitgleich mit der neuen Decke des Saals auch die Lüftungs-und Wärmerückgewinnungsanlage montiert werden. Dabei erlaubte die neue Decke mit ihrem Standardraster, sowohl die einfache Montage der zehn Zuluft-/ und Abluftkästen für die neuen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung als auch die sparsamen LED-Licht-Paneels besonders kostengünstig zu montieren (siehe Bild 1 und Bild 3).

Die integrierte Vorgehensweise vereinfachte auch den Materialtransport für die Lüftungs- und Wärmerückgewinnungsanlage (siehe Bild 2) und förderte deren zügige Montage (Bild 4 und 5).

Als ein wichtiger Nebeneffekt gelang es uns bei den Arbeiten auch durch ganz erhebliche Gewichtseinsparungen bei der neuen Decke und durch die Demontage des seit drei Dekaden nicht mehr genutzten extrem schweren Trennwandsystems die Statik des Dachstuhls signifikant zu verbessern. Darüber hinaus war es so auch möglich, die bis dato defekte Dampfsperre (Bild 1) komplett abzudichten und damit die Winddichtigkeit der Deckenkonstruktion herzustellen, was energetisch wichtig ist.

Die wegen der vergleichsweise schnellen Montagearbeiten bei allen Gewerken gewonnene Zeit erlaubte es uns zum Abschluss der Arbeiten im großen Saal auch noch insgesamt 15 große Rollladenkästen energetisch zu sanieren (Bild 6) und die Wände des Saals neu zu streichen.

Allen beteiligen Mitarbeitern und Fachfirmen gilt unser besonderer Dank für den reibungslosen und gut abgestimmten Arbeitsablauf.

Dennoch sind die Arbeiten an der neuen Lüftungs- und Wärmerückgewinnungsanlage noch nicht ganz abgeschlossen. Voraussichtlich im Februar 2024 müssen wir den großen Saal noch einmal für eine gute Woche aus der Nutzung nehmen, um die alten, defekten Gebläsekonvektoren mit Außenluftbeimischung auszubauen und durch neue Gebläsekonvektoren zu ersetzen, die dann ausschließlich im Umluftbetrieb gefahren werden (Gebläsekonvektoren sind sehr leistungsfähige Heizkörper, die es erlauben, den großen Saal in kurze Zeit von der Absenktemperatur auf die Nutzungstemperatur aufzuheizen).

Erst in einigen Wochen – wenn die Temperaturen wieder höher sind – werden wir dann in einem weiteren Schritt auch die bereits in die Jahre gekommene Gas-Heizungsanlage für das ganze Haus durch eine elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzen.

Wir wünschen uns, dass sich dann auch in Zukunft viele Menschen in unserem Evangelischen Gemeindehaus wohl fühlen.

Ihr/Euer Kirchmeister Volker Uhl


17.10.2023

Weitere Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität (CO2-Neutralität):

In unserem Gemeindehaus Aßlar, Oberstraße 8b, haben die Arbeiten inzwischen begonnen. Die nunmehr über 30-jährige und inzwischen defekte Heizungs- und die Wärmeverteilungsanlage des großen Saals, für die keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind, werden wir im Zeitraum vom Herbst 2023 bis Frühjahr 2024 ersetzen. Dabei ist es nun u.a. auch erforderlich, die defekten Gebläsekonvektoren mit Außenluftbeimischung durch eine neue Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zu ersetzen (insgesamt 10 neue Zuluft- und Abluftkästen müssen durch die Decke des großen Saals hindurchgeführt werden; ferner wird auch ein Gegenstrom-Wärmetauscher auf dem Dachboden installiert, der bis zu 80% der in der Abluft vorhandenen Wärme zurückgewinnen und der Raumluft wieder zuführen kann). Für die dazu notwendigen Bauarbeiten an der Decke des großen Saals können wir leider die Saal-Nutzung in der Zeit vom 20. November bis 9. Dezember 2023 vorübergehend nicht gewährleisten.

Erst im Frühjahr des neuen Jahres – wenn die Temperaturen wieder höher sind – werden wir dann in einem 2. Schritt auch die bereits in die Jahre gekommene Heizungsanlage für das ganze Haus durch eine elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpe mit großen thermischen Pufferspeichern ersetzen. Dieses Konzept erlaubt es auch, einen nicht unerheblichen Teil des selbst erzeugten Stroms unserer großen Photovoltaik-Anlage selbst zu verwenden und so bei einer Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe von ca. 3,4 bis zur Hälfte der Jahresheizleistung selbst erzeugen. Den Rest kaufen wir mit Strom aus regenerativen Quellen (z.B. Windstrom, PV-Strom, etc.) zu und werden damit hier schon 2024 treibhausgas neutral sein.

Wir wünschen uns, dass sich dann auch in Zukunft viele Menschen in unserem Evangelischen Gemeindehaus wohl fühlen.

Ihr/Euer Kirchmeister Volker Uhl


18.04.2023

Auf dem Weg zur Klimaneutralität (CO2-Neutralität) ist die Ev. Kirchengemeinde Aßlar in den letzten 10 Jahren ein gutes Stück vorangekommen:

So haben wir in unserem Gemeindehaus Aßlar, Oberstraße 8b, bereits 2013 eine große Photovoltaik-Anlage installiert (100 PV-Module, erzeugt pro Jahr in der Spitze bis zu 27.000 Kilowattstunden, womit etwa 10 Haushalte versorgt werden können).
2023/2024 werden wir die nunmehr über 30-jährige Heizungs- und die Wärmeverteilungsanlage des großen Saals, für die keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind, ersetzen. Dazu wird neben einer Wärmerückgewinnungsanlage für die Lüftung des großen Saals (ein Gegenstrom-Wärmetauscher kann bis zu 80% der in der Abluft vorhandenen Wärme zurückgewinnen und der Raumluft wieder zuführen) auch eine elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpe mit großen thermischen Pufferspeichern installiert, die den alten Heizkessel ersetzt. Dieses Konzept erlaubt es, einen nicht unerheblichen Teil des selbst erzeugten Stroms der Photovoltaik-Anlage zu verwenden und so bei einer Jahresleistungszahl der Wärmepumpe von ca. 3,4 bis zur Hälfte der Jahresheizleistung selbst zu erzeugen. Den Rest kaufen wir mit Strom aus regenerativen Quellen (z.B. Windstrom, PV-Strom, etc.) zu und werden damit hier schon 2024 klimaneutral zu sein.

Ferner ist es 2022 durch Zusammenrücken und eine effizientere Raumnutzung sowie Umgestaltung einzelner Räume hier gelungen, das bisher in unserem „Jugendhaus“in der Ringstraße 4 untergebrachte Gemeindebüro und entsprechende Raumflächen für die Jugendlichen zusätzlich zur den anderen Nutzungen unterzubringen. Dies hat uns nun in die Lage versetzt, unser „Jugendhaus“ in der Ringstraße 4 zu veräußern und dabei in die guten Hände eines Gemeindemitgliedes zu legen. Dort findet das ehemalige Jugendhaus nun nach Modernisierung außerhalb des kirchlichen Umfeldes eine neue nutzenstiftende Verwendung. Da die bisherigen Nutzungen „Gemeindebüro“ und „Jugendraum“ nun in unserem Gemeindehaus Aßlar untergebracht werden konnten, kann sich die Kirchengemeinde die mit dem Verkauf der „Jugendhauses“ erreichte CO2-Einsparung zu 100% anrechnen.

Bereits Ende 2020 haben wir in unserem Gemeindehaus Klein-Altenstädten, Mühlackerstraße 2, eine bis dato noch nicht vorhandene Extremdämmung in der obersten Geschoßdecke eingebaut und überdies Anfang 2021 die veralterte Ölheizung (Bj. 1982) durch ein modernes hocheffizientes Heizsystem ersetzt. Zudem erlaubt eine dort installierte moderne IT-basierte Heizungsfernsteuerung eine punktgenaue Beheizung der verschiedenen Räume nur für die geplanten Nutzungszeiten. Alle Maßnahmen zusammen, die mit überaus überschaubaren Investitionsmitteln realisiert werden konnten, führten dort zu einer Energiemengeneinsparung (kWh) von rund 2/3 und weil das neue Heizsystem eine saubere Energieform verwendet, sogar zu einer CO2-Reduktion von rund 75 %.

Bei unserer Kirche,  Der Kirchberg 1, verwenden wir für die dort installierten elektrischen Unterbankheizungen bereits seit geraumer Zeit ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen (z.B. Wind, Photovoltaik, etc.). Durch die bereits in 2020 eingeführten rein organisatorischen Maßnahmen ist es jedoch gelungen, die Stromverbräuche dieser Heizungsanlage – ohne Einsatz von Investitionsmitteln – nachhaltig nahezu zu halbieren. Flankierend setzen wir dort punktuell auch Infrarot-Flächenheizungen ein (z.B. am Arbeitsplatz der Organistinnen), um etwa die Wirkungen der abgesenkten Grundtemperatur punktuell zu kompensieren und den klimatischen Anforderungen dieser Arbeitsplätze gerecht zu werden. Überdies ist dies auch für die in 2022 generalüberholte Orgel und für die historischen Gemälde vorteilhaft, da diese so geringeren Temperaturschwankungen und Veränderungen der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind.

Wir wünschen uns, dass sich auch in Zukunft viele Menschen in unseren kirchlichen Gebäuden wohl fühlen.

Ihr/Euer Kirchmeister Volker Uhl